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Das Wachbuch

02. Wolfsmond, 1366 - Gieriger Griff II

Rekrut de Rujiter wird mit sofortiger Wirkung aus der Stadtwache entlassen.

Gezeichnet,
von Pforten, (Hptm)
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27. Taumond, 1366 - Eiskalte Stille

Am heutigen Tag versammelten sich die Bürger von Neu Corethon im örtlichen Bürgersaal, um über die ungewöhnlichen Wetterbedingungen zu diskutieren. Der Saal war gut gefüllt und die Menge aufgebracht. Wichtig anzumerken ist, dass einige Ausrufe und kriegerische Gedanken gegen Sorridia geäußert wurden. Einzelne verantwortliche Personen konnten hierbei nicht identifiziert werden.
Kurz darauf kam ein Mann namens Fridobald Jager in den Saal, der offensichtlich gerade noch im kalten Norden war, und berichtete von einer Höhle, aus der die Kälte stammen würde. Ebenfalls sollen vor der Höhle vor einer Weile Spinnenkadaver gefunden worden sein, so berichtet Baumeister Rabastan Kurati. Eine Befragung wird folgen.
Aus der Menge des Saals bildete sich dann eine aufgebrachte Meute, welche sich sogleich auf den Weg machte und geschlossen zu besagter Höhle marschierte. Rekrut de Saint-Sylvain versuchte zwar, sie zu beruhigen, aber blieb erfolglos. Um die Lage im Auge zu behalten, schloss der Rekrut sich der Gruppe an und begleitete sie, zusammen mit einigen Abenteurern der Insel, in den Norden, wo ein Lager bei einem sehr kleinen Loch in der Felswand aufgeschlagen wurde.

Je näher wir diesem Eingang kamen, desto kälter und stürmischer wurde es tatsächlich und die Vermutung, dort den Ursprung des “Winters” zu finden, festigte sich.

Kurzerhand sammelte sich eine Gruppe aus Abenteurern, um sich der eisigen Gefahr zu stellen. Namentlich:

  • Rekrut de Saint-Sylvain
  • Novize Kasimir Haspinger
  • Novize Helge Pharus
  • Rabastan Kurati
  • Elicia Solis
  • Alexandros Mavridis
  • Liam McNeil

Später erhielten wir Verstärkung von:
  • Kali Mirona
  • Soldatin Yara Sharif

In der Höhle war es noch sehr ruhig, aber die wichtigsten Zugänge waren völlig zugefroren,  sodass wir sie zuerst frei schlagen mussten. Zu dem Zeitpunkt sind Soldat Yara Sharif und Kali Mirona dazugestoßen und wir fanden einige Räume, die mit alchemischen Werkzeugen und Pergamenten gefüllt waren. Dann gingen wir weiter, bis wir zum Ende ein verschlossenes Tor gefunden haben. Jeder der gelisteten Abenteurer zeigte eine tiefe Entschlossenheit und Zusammenhalt, bevor wir das Tor geöffnet und den Raum dahinter betreten haben. Dahinter erwarteten uns ein großer ungeheuerlicher Mann, mit dem Namen “Zahar Al Hamman”, ein Schwarzmagier, dessen Name dem Rekruten fremd geblieben ist, und mehrere gut bewaffnete Sklaven, die möglicherweise unter Drogen oder magischen Einfluss standen, sowie eine dämonische Gerätschaft, welche durch Seelen betrieben werden konnte und offenbar die gesamte Kälte erzeugte.
Es brach sofort ein Kampf aus, bei dem mehrere der Abenteurer versuchten, die Gerätschaft zu zerstören. Leider erwiesen sich unsere Gegner als fähige Kämpfer und unsere Lage war schlecht bis Verstärkung eintraf: Hauptmann von Pforten, Stadtmeister Brutus Walter, Dekanin Karo Katzensprung und Priorin Viola Silvenfeld.

Mit ihrer Unterstützung konnten wir das Blatt wenden. Ihre Leistungen waren herausragend und verdienen höchste Anerkennung. Doch in tiefem Bedauern muss ich berichten, dass unser hochgeschätzter Hauptmann in einem tapferen Gefecht, bei dem er sein Leben selbstlos und mutig einsetzte, ebenjenes für den Schutz und die Rettung der Stadt gab.

An diesem Tag entkamen einige Bürger dem Tod nur knapp. Bedauerlicherweise konnten die Verantwortlichen nicht besiegt oder gefangen genommen werden. Sie schworen Rache und verschwanden durch ein magisches Portal und die Höhle stürzte ein.

Gezeichnet,

(de Saint-Sylvain, Rkt)
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19. Erntemond, 1366 Der Spinnenfall


Vor einigen Monaten wurde der Schrein der Heiligen Katharina mit Blut und Kadavern geschändet, wobei okkulte Symbole geformt wurden. Zeitgleich wurde in dem Haus An der Linde 3 ein Spinnenkadaver durch das Fenster eines Bürgers, Albert Lang, geworfen. Auch dort fanden sich ähnliche Symbole. Der Betroffene lebt seither im Armenhaus und leidet unter anhaltender Angst.

Die Ermittlungen erfolgen in Zusammenarbeit mit der Kirche, insbesondere mit Schwester Astarte van Leuuwen.

Zu Beginn der Untersuchungen wurden die bekannten Details zusammengetragen. Gemeinsam mit der (damals noch Rekrutin) Aurélie L'Épine wurde Schwester Astarte aufgesucht, die über die Vorfälle informierte und den Zugang zum Haus An der Linde 3 ermöglichte.
Ergebnisse:
  • Albert Lang wurde befragt, konnte sich jedoch an keine relevanten Details erinnern. Einige Tage vor dem Vorfall habe er einen starken Verwesungsgeruch aus den Büschen wahrgenommen.
  • Der Vorfall blieb am Tag des Geschehens unbemerkt.
  • Spuren waren im Nachhinein nicht mehr zu sichern.
Im Zuge der Ermittlungen wurde Rabastan Kurati aufgesucht, da sich ein mögliches Beweisstück in seinem Besitz befinden sollte. Dabei handelte es sich um ein am Schrein des Heiligen Torjan gefundenes Dokument mit der Notiz:
"Und so entfernt man die Giftdrüse einer Riesenspinne. Gez. Sch."
Rabastan Kurati verweigerte zunächst die Herausgabe und zeigte sich unkooperativ. Aufgrund dessen wurde eine schriftliche Aufforderung zur Übergabe des Dokuments aufgesetzt und durch Zugführer Tuqaa unterzeichnet.
Nach Erhalt der schriftlichen Aufforderung zeigte sich Rabastan weiterhin vorwurfsvoll und wütend, kooperierte jedoch schließlich. Er nannte einen Namen, der sich später als irrelevant herausstellte, und erklärte, dass das Dokument bereits seit längerer Zeit im Besitz der Kirche sei. Konkret verwies er auf das verstorbene Ordensmitglied Smith.

Die Ermittlungen gehen weiter.

Gezeichnet,
de Saint-Sylvain, (Sdt)
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27. Regenmond, 1366 - Ratten im Gewölbe

Der Bürger und Stadtmeistergehilfe Rabastan Kurati traf zufällig auf Soldat Arthur O. de Saint-Sylvain und meldete eine besorgniserregende Beobachtung:
Die Kanalisation und das Gewölbe der Garnison seien von Ratten überflutet. Es handele sich jedoch nicht um eine gewöhnliche Plage, sondern um außergewöhnlich große, aggressive und gut koordinierte Ratten.
Kurati berichtete zudem, dass sowohl er als auch Bürgerin Elicia Solís bei einem Vorfall nahe der Mülldeponie von diesen Nagern angegriffen und von einer Krankheit infiziert wurden. Die Ratten sollen versucht haben, Frau Solís in die Müllberge zu verschleppen.
Besonders auffällig: Laut Gehilfe Kurati stamme die Bedrohung aus einem magischen Märchenbuch, was auf eine übernatürliche Herkunft hindeute. Quelle soll der kirchliche Orden sein.
Am darauffolgenden Tag, während des Maskenfests zu Ehren Marcos, sprach Elicia Solís erneut mit Soldat Arthur. Sie bestätigte die Vorfälle, wusste jedoch nichts von einem Märchenbuch als Ursprung der Ratten. Auch Ordensmitglied Kasimir Haspinger wusste nichts darüber. Die Ratten wurden aber erneut als hochaggressiv und koordiniert beschrieben.
Umgehend wurde entschieden, das Gewölbe zu untersuchen.
Folgende Personen nahmen an der Erkundung teil:
  • Sdt. Arthur O. de Saint-Sylvain
  • Sdt. Aurélie J. L’Épine
  • Rkt. Friedrich Kronecker
  • Liam MacNeill
  • Elicia Solís
Zuführerin Tuqaa wurde informiert und genehmigte sowohl Ausrüstung aus der Waffenkammer als auch den Zugang zum Gewölbe unter Verantwortung von Sdt. Arthur.

Die Gruppe drang mit Laternen und Waffen in das Gewölbe vor und bewegte sich eine Weile durch die Gänge. Schon bald bemerkten wir, dass uns eine kleine Meute Ratten mit auffälligem Abstand verfolgte – ein ungewöhnliches Verhalten.
Noch bevor wir reagieren konnten, wurden wir koordiniert von beiden Seiten angegriffen. Dieser Teil der Meldung bestätigte sich eindeutig. Der Kampf verlief relativ reibungslos, abgesehen von leichten Verletzungen. Frau Solís ergriff jedoch die Flucht, ihr Zustand konnte zunächst nicht überprüft werden.

Die Gruppe setzte den Vorstoß fort, wich weiteren Rattenhorden aus oder verscheuchte sie frühzeitig. Schließlich gelangten wir in eine Art verlassene Bibliothek, in der keine Bücher mehr vorhanden waren. Die dort anwesenden Ratten wurden nicht weiter bekämpft.

Weiter im Inneren stießen wir auf eine unüberschaubare Menge an Ratten, die sich tief im Gewölbe aufhielten – wohl mehrere Hundert. Als sie uns bemerkten, stürmten sie sofort auf uns zu. Die Gruppe trat den Rückzug an. Dabei leistete uns eine Laterne aus der Waffenkammer wertvolle Hilfe, um den Weg zu versperren und wurde dabei zerstört.

Alle Beteiligten konnten den Untergrund sicher verlassen und wurden im Anschluss von der Garnisonsmedika untersucht.

Anmerkung:
Da sowohl Rabastan Kuratti als auch Elicia Solís laut eigener Aussage von einer Krankheit betroffen sind, wird geraten, beiden besondere medizinische Aufmerksamkeit zu widmen.


Gezeichnet,
de Saint-Sylvain, (Sdt)
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27. Regenmond, 1366 -
Zwischenfall bei Gefangenenbefragung


Vor einigen Tagen versuchten die Soldaten Aurélie Juliette L’Épine und Arthur Olivier de Saint-Sylvain, einen Gefangenen zu befragen, der bereits seit einiger Zeit als Mitglied der Wildkerle inhaftiert war.
Um die Kooperationsbereitschaft der Gefangenen zu erhöhen und Unruhen zu vermeiden, wurde ihnen ein Stück Käse angeboten.
In der Zelle befanden sich zwei Personen: der mutmaßliche Wildkerl und ein einfacher Bandit. Letzterer ließ sich durch den Käse bestechen und gab an, welcher der beiden der Wildkerl sei.
Als Arthur die Zelle betrat, um den Wildkerl in den Verhörraum zu bringen, wurde er von beiden Gefangenen überwältigt. Er verlor dabei das Bewusstsein.
Aurélie alarmierte daraufhin Zugführer Tuqaa.
Die Gefangenen hielten Arthur inzwischen als Geisel und forderten, dass die Gardisten die Zelle öffneten und sich selbst im Verhörraum einschlossen. Dieser Forderung wurde Folge geleistet.
Die Gefangenen nutzten die Gelegenheit zur Flucht. Arthur wurde bewusstlos zurückgelassen. Kaum hatten sie das Gebäude verlassen, trennten sie sich: Der Bandit sprang von der Mauer am Meeresrand, während der Wildkerl versuchte, durch das Haupttor zu entkommen. Das Hornsignal zur Alarmierung der Wachen erfolgte verspätet.
Der Wildkerl wurde am Haupttor vom Hauptmann gestellt und getötet. Der Bandit wurde später auf dem Dach der Jagdgesellschaft entdeckt. Er kam ums Leben, als er versuchte, von dort zu fliehen.

Gezeichnet,
L’Épine, (Sdt)
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An alle Mitglieder der Stadtwache!

Aufgrund der zuvor geschilderten Situation vom 27. Regenmond 1366 sind sämtliche Befragungen der Gefangenen mit sofortiger Wirkung nur noch in Anwesenheit und unter der Leitung des Kerkerwarts durchzuführen. Auch das Öffnen, bzw. Betreten einer Zelle ist nur unter Aufsicht gestattet. Alternativ kann sich an einen höherrangigen Gardisten gewandt werden, sollte Korporal Grau nicht zur Verfügung stehen. 

Gez. Fuchs (Zgfr)
[Bild: hMdGMtU.png]
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24. Weinmond, 1368 - Die Ratten im Gemäuer


Nach der öffentlichen Besprechung des Rattenaufstands während der Bürgerversammlung meldeten sich einige Freiwillige aus der Bewohnerschaft, genauer Alexandros Mavridis, Elicia Solís, Rabastan Kurati sowie Liam McNeill, um gemeinsam mit der Stadtwache einige Proben des in den Gewölben vermutete Rattennest zu bergen. Diese sollten im Anschluss durch den Bibliarisorden gesichtet werden. In die Gewölbe drangen Zugsführer Elodie Fuchs und Korporal Valerian Grau mit den Bürgern vor, den Wachposten hatte Soldat Karl Beule inne.

Bereits am Eingang wurde das Mauerwerk einer Prüfung durch Baumeister Kurati unterzogen, welcher für die besichtigten Teile vorerst Entwarnung geben konnte. Dennoch sollte sich baldigst um Ausbesserung gekümmert werden.
Die für diesen Zweck vom Forscherhaus vorbereiteten alchemischen Gebräue wurden von Fuchs, Grau und Kurati eingenommen. Die eingenommenen Tränke entfalteten ihre Licht spendende Wirkung wie geplant, waren jedoch von unberechenbarer Dauer. Der Weg an der ersten Gabelung links und tiefer in den Untergrund offenbarte rasch den Kern des Übels und verdeutlichte, wie weit die veränderten Tiere bereits vorgedrungen waren.

Das gewaltige Nest aus undefinierbarer Masse erhob sich in der großen Halle, unzählige Ratten scharten sich umgehend zu mehreren Gruppen zusammen und griffen an. Gleichzeitig näherten sich von hinten zwei weitaus größere Ungeheuer, die alle Anwesenden um mehrere Köpfe überragen und denen das Licht scheinbar nichts anhaben konnte. Ihr Verhalten war annähernd humanoid, wobei eine der Ratten sogar eine Axt in jeder Hand führte.

[Bild: AD_4nXfDonRWUeu8J98RDCPhBuTPLSJiyfBIgE7l...y7w7LEs0wg]

Mavridis äußerte zu wissen, wie das Nest zerstört werden kann und nahm im Anschluss einige Proben, während Grau die Bedrohung mit seiner Waffe zusetzte. Das Nest geriet dadurch aufgrund der glühenden Klinge der Waffe in Brand. Fuchs und die übrigen Bürger hielten solange den Großteil der Ratten in Schach. Fuchs wurde im Kampf höchstwahrscheinlich durch einen Biss mit einer Art Seuche infiziert. Sobald die meisten der angriffslustigen Biester bezwungen waren, zwang die Rauchentwicklung des mittlerweile ausbrennenden Nests den Trupp zum Rückzug.

Eine anschließende Untersuchung des Untergrunds ergab, dass es zu keinen weiteren Schäden am Gemäuer gekommen ist. Das Nest ist vollständig zerstört worden und keine Ratten sind mehr in Sicht. In den Kellergewölben weiter oben wurde eine unbekannte Substanz gefunden, welche zur Untersuchung ins Forscherhaus gebracht wurde, wo sich Forscherin Solís damit befassen wird.

Der Bibliarisorden wurde im Anschluss von dem Geschehen unterrichtet, um eine Einschätzung der Lage zu gewinnen. Offenbar gab es noch weitere Sichtungen der Ratten auf anderen Inseln, darunter Cabu und Cerrona. Diese scheinen auch grundlegend zusammen zu hängen.
An diese sowie auch alle übrigen der Westwindinseln wurden Briefe verschickt, um sich nach weiteren Vorkommnissen zu erkundigen.
Auch scheint jegliche Literatur über diese Ratten von Bedeutung zu sein und soll dem Bibliarisorden zugänglich gemacht werden, um der Bedrohung Herr zu werden.


 
Gezeichnet,
Fuchs, (Zgf)
[Bild: hMdGMtU.png]
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10. Lenzmond, 1369 - Verlorene Verhandlungen


Anwesend waren Schmied Alexandros Mavridis, Forscherin Elicia Solís, Zugsführer Fuchs, Korporal Grau, Rekrut Tischler.

Ziel: Den Ureinwohnern durch einen kulturellen Austausch die Wichtigkeit und Funktionsweise von Rüstungen näherzubringen.

Wortführende: Mavridis sowie Solís als Übersetzerin

Der Häuptling der Bororo kam mit der Priesterin Baringa sowie einigen Kriegern, um sich die Vorstellung anzusehen. Angedacht waren die Präsentation der verschiedenen Rüstungstypen sowie bei Interesse eine Näherbringung der Herstellung dieser.
Mavridis erläuterte die kulturelle Verankerung der Rüstungen in den verschiedenen Nationen und demonstrierte anhand mitgebrachter Waffen die Schutzeigenschaften der verschiedenen Materialien. Vorgestellt wurden eine Stoff-, Leder-, Platten- und Knochenrüstung.
Die Bororo schienen sich mit dem Tragen der Rüstungen durch die Bürger einverstanden zu zeigen, solange es nicht in den ihnen zugewiesenen Gebieten stattfinden würde. Sie sagten zu, sich dafür einzusetzen, jedoch wollten sie als Gegenleistung lernen, wie sie selbst die gezeigten Leder- und Knochenrüstungen herstellen können.
Mavridis, der laut eigener Ausführung die Rüstungsherstellung aus Knochen von dem Ureinwohnervolk der Panga’an gelernt hat, verwehrte den Bororo diese Bitte. Er sagte, er habe den Panga’an sein Wort gegeben, die Herstellung nicht preiszugeben und müsse dort erst um Erlaubnis bitten. Auf Drängen der Anwesenden, den Ureinwohnern die Rüstungsherstellung zu lehren, betonte er, er müsse um seinen Kopf fürchten, sollte er das Geheimnis lüften. Die Bororo beendeten daraufhin sofort die Verhandlung und zogen sich in den Urwald zurück.


 
Gezeichnet,
Fuchs, (Zgf)
[Bild: hMdGMtU.png]
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15. Lenzmond, 1369 - Blutige Nacht in Zan'dur


Eine Expedition machte sich am heutigen Tage auf, um im Namen der Kartographengilde und aller frierenden Bürger der Westwindinseln, dem vereinzelt roten Schneefall ein Ende zu setzen. Teilgenommen haben Zugsführer Fuchs, Korporal Grau, Soldat Sharif, Rekrut Tischler, Alexandros Mavridis, Elicia SolísRabastan Kurati sowie Kali Mirona. Nach ausreichender Vorbereitung fuhren wir mit Mavridis' Schiff und setzten Kurs auf die kleine Insel, Zan'dur. Mavridis berichtete aus Aufzeichnungen des Forscherhauses, dass dieser kalifatische Obelisk auf der Insel, von dem im Kartographenauftrag die Rede ist, aus der Damacht Wüste vor einigen Jahren nach Zan'dur gekommen sein müsste. Dieser war bereits für frühere Gefahren verantwortlich, indem er scheinbar mit Magie verhinderte, dass man die Umgebung des Obelisken verlassen konnte. Den Berichten zufolge, hängt dieser neue Winter wohl mit einem Ritual zusammen, welches demzufolge vor kurzem an diesem Obelisken stattgefunden haben muss.

Die Temperaturen fielen noch tiefer unter den Gefrierpunkt, bis wir Zan'dur erreichten. Eine außergewöhnliche Stille lag über dem Ort, als wir auf den Obelisken in der Mitte zusteuerten und nichts lebendiges rührte sich. Um den Obelisken verteilt lagen etwa ein dutzend von Leichen, wobei Kampfwunden auf ein gewaltsames Ende schließen ließen. Wie sich später herausstellte, sollten dies womöglich Piraten oder Seemänner gewesen sein. Als wir in die Nähe des Objekts kamen, wurden mehrere von uns von üblen Kräften zunächst mental attackiert. Soldat Sharif wurde dabei die Luft geraubt, jedoch konnten ersthelfende Manöver Abhilfe leisten. Einige weitere Teilnehmer wurden auf unterschiedliche Arten negativ beeinflusst, doch wir näherten uns dem Obelisken mit dem Ziel, die Gefahr dieser Insel und auch den Ursprung des Winters zu bannen.

Noch während manche mit dem initialen Angriff der schädlichen Kräfte zu kämpfen hatten, erhob sich ein beinahe humanoides, monströses und schemenhaftes Ungetüm mit vier gewaltigen Armen und schwerer Bewaffnung. Angekettet war es durch zwei Ketten am Boden. Wir gingen umgehend in den Kampf über, der uns stark in Mitleidenschaft zog. Es war beinahe unmöglich, die Verteidigung dieses Wesens zu durchdringen. Treffer schienen kaum etwas auszurichten. Da dieser Kampf aussichtslos schien und ein Rückzug der Bürger durch die Kraft des Monolithen unmöglich war, änderten wir unseren Plan. Wir versuchten, die Ketten des Monstrums zu zerstören, um seine Verbindung zum Monolithen zu kappen. Auf Messers Schneide konnten wir es schaffen und der Kampf war beendet. Durch die Berührung des Obelisken an der richtigen Stelle durch Elicia Solís, faltete dieser sich zusammen und nahm die Gestalt eines faustgroßen Edelsteins an. Alle Teilnehmer waren mehr oder weniger schwer verletzt, manche wie Soldat Sharif hatten Renbolds Schwelle beinahe übertreten. Schließlich konnte jedoch jeder stabilisiert werden.

Durch die Befreiung hat das Ungetüm den Kampf aufgegeben und gab sich als Kalifat namens Fahad Beri bekannt, der durch alchemistische Verfahren scheinbar soetwas wie unsterblich wurde, aber dafür diese widerliche Gestalt angenommen hat. Er war gebunden an "Sepultus", eine sogenannte "Gottheit" des djidanistischen Reiches. Die Plausibilität dieser Aussage lässt sich jedoch ohne einen Gelehrten der silvanischen Kirche nur schwerlich sicherstellen. Bevor er gebannt wurde, bekam dieser Fahad Beri von einem gewissen Zahar al Hamman vor 30 Jahren in der Wüste Damacht den Auftrag, diesen Obelisken fortzuschaffen, wodurch er nach Zan'dur kam und den Ketten erlag. Dieser al Hamman war ebenfalls für die letzten Winter in den Westwindinseln sowie indirekt dem Ableben von Hauptmann von Pforten verantwortlich gewesen. Weiter berichtete die Gestalt, dass in diesem Obelisken/Edelstein ein uralter und mächtiger Alchemist namens Saubin versiegelt ist, sowie weitere dämonische Kreaturen. Sollte der Stein vernichtet werden, würden alle gefangenen Wesen die Welt heimsuchen und unberechenbare Schäden verursachen. Um das Gefängnis dieses Edelsteins aufrecht zu erhalten, bräuchte es eine Menge menschliches Blut, effektiver wohl Menschenleben. Diese dutzend Piratenleichen, die Beri scheinbar zum Opfer fielen, waren wahrscheinlich der Auslöser des Rituals. Etwa 12 menschliche Opfer wären demnach nötig, um Saubin und andere Kreaturen ein weiteres Jahrzehnt zu versiegeln. Da sie den Obelisken hat zusammenfalten lassen, wurde Elicia Solís von Beri als nächster "Blutwächter" erkoren und sie sollte seine zweifelhafte Aufgabe übernehmen, sich um den Fortbestand des Gefängnisses zu kümmern. Mit den letzten Worten, sich an Zahar al Hamman zu rächen, sprang das Wesen mit einem Satz in den Himmel. Für weitere Befragungen konnte es deswegen nicht in Gewahrsam genommen werden.

Die Heimreise verlief ohne weitere Zwischenfälle. Der Winter und die einhergehende Kälte scheinen nun gebannt zu sein.


Gezeichnet,
Grau, (Kpl)
[Bild: lzYDOXm.png]
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28. Taumond, 1369 - Verhandlungen mit den Bororo

Wie von Zugsführer Jabari verlangt werde ich mich auf die wichtigsten Ereignisse konzentrieren.

Geleitet wurde die Zusammenkunft von Meister Alexandros Mavridis. Übersetzt wurde von Fräulein Elicia Solís.

Die Ureinwohner verlangten eine Vorführung der Effektivität des Gambesons, welche erfolgreich verlief. Sie zeigten nach der Vorstellung von Lederrüstungen Interesse an deren Herstellung.

Auf die Vorstellung von Rüstungen aus Metall reagierten sie äußerst stark abweisend, aber gebührend höflich. Sie hätten sich allerdings offenbar darauf eingelassen sie zu gestatten; unter einer Bedingung. Meister Mavridis müsste ihnen zeigen, wie man die traditionellen Rüstungen des Volkes der Pang'aan herstellt, die aus Knochen und anderem tierischen Materialien bestehen. Das hatte er zwar angeboten, könne es aber ohne deren Zustimmung nicht tun. Mavridis bot daher an, die Pang'aan zu fragen, doch die Bororo wollten nicht warten und brachen die Verhandlungen deshalb ab.

Mavridis unterstrich, dass die Pang'aan bei der Weitergabe ihrer Kultur äußerst penibel sind. Es sei bei Verstößen mit Folgen zu rechnen. Er müsse um sein Leben fürchten, wenn er sich nicht an deren Regeln halten würde.

Gezeichnet,
Tischler, (Rekr.)
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