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Wachbuch der Stadtwache

#41
26. Erntemond, 1353 - Nacht der Sumpfsoldaten V.

Oberwachtmeister Leto Kynes sprach mit Gefreitem Darion Brandt über die geplante Expedition. Dieser lehnte eine Kontaktaufnahme mit den Bororo aufgrund deren Feindseligkeit in der Vergangenheit strikt ab. Wie in früheren Einträgen berichtet brandschatzten sie die Handwerkersiedlung Marmoria, entführten Bürger, attackierten diese auf den Weg zum Wasserelementar Irith und schlussendlich versuchten sie mit dem Eiselementar unter Häuptling Kaga die ganze Stadt auszufrieren. Er sprach sich für eine Kontaktaufnahme mit der Silberlegion aus, da man die Tore ohne zusätzliche Manneskraft bald nicht mehr halten könne und ohne diese ein Vorstoß zum korrumpierten Herzen ohnehin nicht möglich wäre. So entschied sich Gfr Brandt dafür, einen Vorstoß zum Hafen zu wagen, wo man sich in zwei Langboote retten soll und in diesen zum Schiff des Solaner Orden, der O.S. Marina, rudern und entern. Dann müsse man mit der Marina nur noch am Steg der Silberlegion Anker legen.

Insgesamt nahmen 9 Bürger teil, namentlich Gfr Brandt, OWm Kynes, Waffenbruder Konstantin Lind, Ordensritter Fynn Groß, der Magier Hakun, die Magierin Julia SchwarzFamus BergrechtAurelia Fortifa und Jorn Tyrridson. Vor der Abreise versammelte Hauptmann Wilhelm von Pforten auf Befehl von Gouverneur Friedrich von Siedenbruck die Expeditionsteilnehmer im Garnisonshof, um sie auf die kommende Aufgabe einzuschwören. Der Gouverneur erinnerte alle Teilnehmer daran, dass ein Schuldiger für die Situation gefunden und für seine Missetaten gerade stehen muss. Auf dem Weg nach draußen sprang Prior Bonnington hinter einer Säule hervor und bot uns, Einhalt zu gebieten, da ergriff er schon die Flucht da sich ein Durchbruch an der Barrikade vor der Garnison ereignete. Als dieser beendet war, sprach der Prior seinen Segen über die Gemeinschaft und verabschiedete sie, bevor die Truppe den Burgfried verließ und sich gerüstet zu den Barrikaden am Hafen aufmachte.

Um zu den Ruderbooten zu kommen musste ein Keil in die Untotenhorde geschlagen werden. Diese waren mit Untoten geflutet und mussten erst von Bord geschmissen werden bevor man sich auf das Schiff der O.S. Marina retten konnte. In dem Kampf sind Gfr Brandt leicht und OWm Kynes schwer verletzt worden, sie konnten aber erfolgreich an Bord der Marina gezogen und notdürftig behandelt werden sowie im Dienst bleiben. Die Fahrt zur Silberlegion verlief ruhig, es konnte ohne weitere Vorkommnisse an deren Steg gelandet werden. Das Schiff der Legion lag noch vor Anker, was bedeutete dass sie nie die Flucht ergriffen haben. Als man an die Türen der Legion hämmerte, öffneten sich diese und eine Meute an in Panik geratenen Legionären stürmte den Pier und begruben OWm Kynes, Or Groß und Jorn Tyrridson unter ihren Füßen. Der ehemalige und untote Leutnant Arthur Zareius, damaliger Kommandant der Silberlegion, erhob sich aus dem Grabe und attackierte seinen Nachfolger, Leutnant Frederik von Grauwasser mit seinem nachtschwarzen Großschwert und verbreitete damit Panik unter den Legionären.

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Es folgte ein erbitterter Kampf gegen Leutnant Zareius. Der Magier Hakun belegte ihn mit einem Zauber, sodass sucg Steinsäulen um ihn schlängelten und ihn festhielten, während Leutnant Grauwasser sich in Sicherheit brachte. Die Steinmagie ließ ihn platzen, doch wieder zusammensetzen, so dass sein Oberkörper mit dem rechten Arm und Schwert, seine Beine, und sein freier linker Arm jeweils einzelne Gegner darstellten. Gfr Brandt wurde von dem Schwert lebensgefährlich verletzt und konnte von OWm Kynes vor Ort notdürftig behandelt werden, Zareius schlug ihm fast den Kopf vom Rumpf. Ein weiterer untoter Legionär mit der Armbrust  feuerte einen Bolzen auf Or Groß welcher zudem einen heftigen Tritt der eigenständigen Beine erlitt. Wb Lind konnte den linken Arm zerstören, OWm Kynes übernahm das Befehlskommando und ordnete den Rückzug an. Leutnant Grauwasser betonte dass die Legion noch Vorräte hätte, so begab er sich mit Aurelia Fortifa und OWm Kynes in den Keller wo Medizin und Verpflegung eingesammelt wurde.

Or Groß zündete eine Art Rauchgranate die die Untoten in Schach hielt, während er sich mit Wb Lind in das Turminnere zurückzog und dort Stellung hielt. Jorn Tyrridson wurde vom Schwert des Zareius schwer verwundet und verlor das Bewusstsein, der Magier Hakun zog sich ebenso schwer verwundet mit dem Rest der Truppe zurück. Die Solaner konnten den Turm lange genug halten um den bewusstlosen Tyrridson aufzusammeln und den Vorrätesammlern den Rückzug zu ermöglichen, da ließ der zum Schweinegott mutierte Leutnant Zareius die Tür aus den Angeln fliegen und seine Fleischpeitsche durch den Raum schießen. Die gesammelte Expedition konnte sich aber auf die O.S. Marina zurückziehen, OWm Kynes ging auf das Schiff der Silberlegion. Er überredete Leutnant Grauwasser, nicht nach Vladsburg zu flüchten, da die Neu-Corethoner die Wurzel des Fluches kennen und dieser sich schlussendlich auf alle Westwindinseln ausbreiten wird. Nur eine gemeinsame Kraftanstrengung könne die Nacht der Untoten beenden.

Das Schiff der Silberlegion setzte Anker am Steg der Garnison, von wo aus sich bis zum Südtor durchgekämpft wurde und dort ein Überlebenskampf gefochten bis dieses freigeräumt und passierbar war. Auch die Besatzung der O.S. Marina konnte den Burgfried ohne weitere Vorkommnisse erreichen. Die Silberlegion verlangt keine Zahlungen für ihre Dienste und fügt sich der Befehlsgewalt der Stadtwache Neu-Corethon, sieht dafür aber die Schuld, ihnen zwei Mal bei Zareius und Schwarzmagie zur Seite gestanden zu haben als beglichen an. Gfr Brandt liegt bis dato bewusstlos im Lazarett und kämpft ums Überleben, viele Expeditionsteilnehmer sind mindestens angeschlagen und abgekämpft. Der Orden plant eine Expedition mit der Akademie zu dem Wassergeist Irith im hohen Norden der Insel, um ihren Rat, Beistand und heilerische Fähigkeiten gegen den Nebelelementar Calisto zu erbeten - Irith gilt als Verbündete des Solaner Orden, welche bereits gegen Kalay zur Seite stand. 

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Nachtrag: Trotz der verbesserten Manneskraft durch die Söldner der Silberlegion ereigneten sich diese Nacht mehrere Durchbrüche zur selben Zeit, welche die Torposten nicht halten konnten. Die Stadtmauern sind damit gefallen, alle Verteidigungsmaßnahmen und Torposten zogen sich zur Barrikade vor die Garnison zurück. Mit der Ausbreitung des Fluches werden die Untoten täglich mehr, ohne Unterstützung aus Vladsburg oder einem baldigen Vorstoß zum Herzen wird Neu-Corethon aufgegeben werden müssen.

Gezeichnet,
(KYNES, OWm)
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#42
29. Erntemond, 1353 - Nacht der Sumpfsoldaten VI.

Der Orden vollzog die geplante Expedition nach Irith samt den Magiern und einiger Bürger. Die Söldner der Silberlegion schlugen ihnen eine Bresche zu ihrem Schiff am Garnisonssteg durch, mit welchem sie in See stachen. Nicht lange nach ihrer Abreise ereigneten sich mehrere Durchbrüche an der Barrikade vor dem Garnisonstor, welche Oberwachtmeister Leto Kynes, Ordensritter Fynn Groß und die positionierten Torposten versuchten zu halten. Da der stetige Strom an Untoten aber nicht abriss und das Baumaterial zu Neige ging, ordnete Kynes den Rückzug innerhalb der Garnisonsmauern und ein Herunterlassen des Tores an. Bei dem Rückzug verletzte sich die Bürgerin Chilaili leicht und musste in das Lazarett geschleppt werden, das Tor wurde manuell heruntergeschoben werden nachdem der Mechanismus auf halber Strecke versagte.

Da das Garnisonstor unpassierbar war bereiteten die Verteidiger eine lange Leiter vor, über die die Expeditionsteilnehmer am Südwall des Wehrganges hinein kommen sollten. Soldat Stefan Wolfram bließ das Horn, schwenkte mit der Fackel und warf diese an das Fuße der Südmauer um sie darauf aufmerksam zu machen, doch interpretierten sie das Signal falsch und versuchten über das Südtor in die Stadt zu kommen. Dabei wurden fast alle Teilnehmer von der Horde erwischt, sie alle konnten jedoch unterschiedlich verwundet über das Dach des Schatzhauses geborgen werden. Die Untoten brachen durch ein Loch vor dem Garnisonstor in die Katakomben ein und stürmten so fast den Burgfried unterirdisch, diese konnten noch aufwendig verbarrikadiert werden, auf dass dort vorerst kein Durchbruch mehr stattfinden kann.

Laut Waffenbruder Konstantin Lind und Gavinrod Windwiegen sprach Irith als Unterstützungsleistung lediglich eine Propheizung aus, in der sich drei (deyntreue?) Helden der Bororo von den Steinsäulen im Moor erheben würden, insofern ein Smaragd in die Kultstätte zurückgebracht wird. Sie bot keinerlei andere Unterstützung an, sie fordert gar einen Gefallen für die Prophezeiung. Aufgrund von fehlenden Alternativen wurde entschlossen, dem Ratschlag von Irith zu folgen. Windwiegen erhielt vom Gouverneur Friedrich von Siedenbruck den Schlüssel zu dem Schatzhaus, in welchen er mit OWm Kynes über das Fenster am Wehrgang einbrach. Sie stürmten schleunigst den Tresor, bemerkten dass der Zugang zu den Katakomben im Schatzhaus noch offen war, konnten aber den Smaragd bergen bevor das Schatzhaus gänzlich mit Untoten geflutet wurde.

Die Garnisonsfeste wird nur noch wenige Tage ausharren können bevor die Untoten sie stürmen, weswegen baldigst der Vorstoß zu den Steinsäulen gewagt wird. Die Lage sieht äußerst düster aus, doch ausharren alleine bedeutet ebenfalls den sicheren Tod. Die Unterstützung aus Vladsburg wird zu spät kommen, weswegen alle Bemühungen in den Einfall in das Herzen der Bedrohung gesteckt werden. Wie weiter verfahren wird, wird sich dann vor Ort ergeben.

Gezeichnet,
(KYNES, OWm)
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#43
1. Regenmond, 1353 - Nacht der Sumpfsoldaten VII. - Ende

Die Überlebenden sammelten sich auf dem Garnisonshof für den finalen Vorstoß gegen die Untotenhorde. Unter Oberwachtmeister Leto Kynes wurde das Vorhaben besprochen: Über den Südwall zum Schiff der Silberlegion durchkämpfen, mit diesem östlich der Steinsäule in den Dunkelwurzmarschen unterhalb einer Landzunge anlanden und von dort aus zu den Steinsäulen durchschlagen. Den Smaragd in die Säule einlassen und diesen anschließend mit dem Leben verteidigen, in der Hoffnung die prophezeiten 3 Helden für sich erheben. Für den Fall, dass die Gruppe sich verlieren wurden die Angreifer in 2 Gruppen eingeteilt. Der Trupp Eins, welcher südlich bei dem Steinkreis einfallen soll, bestand aus OWm Kynes, Zugführer Jürgen Klammholder, Ordensritter Fynn Groß, dem Magier Hakun und der Bürgerin Chilaili. Trupp Zwei, welcher die nördliche Route nahm, bestand aus Korporal Moritz Huber, Waffenbruder Konstantin Lind, der Magierin Julia Schwarz, Gildenleiter Gavinrod Windwiegen und der Bürgerin Aurelia Fortifa.

Die restlichen Wachmänner der Stadtwachen, Glaubensstreiter des Solaner Ordens, Söldner der Silberlegion und Marmorias mussten solange die Stellung im Burgfried halten, um die Kranken, Schwachen und Wehrlosen vor den Horden zu schützen. Die Angreifer konnten schnell und ohne Verletzungen sich über eine Leiter am Südwall herunterlassen, zum Beiboot durchkämpfen und auf das Schiff der Legion rudern. Auch die Überfahrt zu den Grenzen der Dunkelwurzmarschen verlief ohne weitere Vorkommnisse, so dass gesammelt angelandet werden konnte und die Gruppe sich in die 2 Trupps aufteilte und unabhängig voneinander einfielen. Doch an der Steinsäule wartete heftige Gegenwehr, pro Trupp in Form von jeweils vier untoten Nordmännern und einer untoten Brutmutter der Höhlenkriecher bei Trupp Eins und einer untoten Riesenschlange bei Trupp Zwei. Es entbrannte ein erbitterter und zermürbender Kampf um die Steinsäulen der Bororo, bei denen die Trupps jeweils auf sich selbst gestellt waren.

Trupp Eins behielt eine defensive Stellung auf der Hügelanhöhe. Der Magier Hakun hielt mit seiner Steinmagie primär die Brutmutter in Schach, welche Giftattacken aus ihrem pulsierenden Hinterteil schleuderte und Rüstung zersetzte. OWm Kynes, Zgf Klammholder und Chilaili hielten die Untoten in Schach um Or Groß zu decken, so dass dieser mit seiner gesegneten Klinge die Untoten vernichtend treffen konnte. Zgf Klammholder wurde schwer verletzt und verlor inmitten des Gefechts das Bewusstsein, OWm Kynes konnte seinen Gegner ausschalten bevor er über ihn herfiel, erleidete dabei aber selbst schwere Wunden. Or Groß konnte die Brutmutter vernichten als die Steinmagie von Hakun versagte, seine Rüstung samt Schild wurde dabei vollständig zersetzt. Hakun und Chilaili zogen sich bei dem Kampf gegen die untoten Nordmänner ebenfalls erhebliche Wunden zu, doch der Trupp konnte sich bis auf Klammholder auf den Beinen halten und sich zu den Steinsäulen durchkämpfen.

Trupp Zwei konnte zeitgleich seine Gegner ebenfalls besiegen, wurden aber ebenfalls im Kampf schwer verwundet. Korporal Moritz Huber fiel im Kampf gegen die Untoten und starb noch auf dem Schlachtfeld, Gavinrod Windwiegen wurde von der untoten Knochenschlange umschlängelt und brach sich dabei mehrere Knochen bis Aurelia Fortifa mit ihrem Schwert die Bestie erlegen konnte. Die Gruppe brachte den Smaragd in die Steinsäule, welche begann zu rumoren und aufzuleuchten. Dies hatte zur Folge dass die Untoten zur Steinsäule stürmten und dadurch ein letzter Verteidigungskampf ausbrach, bis die Prophezeiung tatsächlich eintrat und sich 3 archaische Helden der Bororo an der Ausgrabungsstelle erhoben. Mit gebündelten Kräften verurteilten sie das unfassbare Leid, das den Lebenden als auch Toten zu Teil wurde und verbannten die Schwarzmagie von der Insel. Sie durchbrachen den ewigen Nachthimmel und ließen die Sonne erscheinen, in welcher die Untoten machtlos zu Staub zerfielen.

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Korporal Huber wurde auf den Friedhof gebracht, da informierte Wb Lind dass während unserem Kampf der Burgfried von den Untoten gestürmt wurde. Nachdem die Gruppe sich auf dem Garnisonshof sammelte um die Gefallenen zu beklagen, konnten diese schlussendlich identifiziert werden: Soldat Collin O'Brian, Ordensritter Einhart Habinger, Reynold und Goldi aus Marmoria und Belinda Arbeiter aus der Bürgerschaft fielen bei der letzten Verteidigung des Burgfriedes gegen die Horde der Untoten. Am morgigen Fest der Ruhe Renbolds soll allen Acht gefallenen Seelen, die bei der Verteidigung der Stadt umkamen, gedenkt werden. Der Wehrgang und die Garnisonsfeste liegen in Trümmern, drei Soldaten fielen und der Rest der Stadtwache ist schwer bis lebensgefährlich verwundet als auch traumatisiert. Eine erschreckende Bilanz für ganz Neu-Corethon, es wird lange dauern bis die Stadtverteidigung wiederhergestellt ist und der Horror der letzten Woche verarbeitet.
 
Gezeichnet,
(KYNES, OWm)
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