24. Regenmond, 1369 - Wildkerle wildern Wirt
Im Zuge des Kartographenauftrags “Malerische Malheurminderungsmaßnahmen #151” schlossen sich Zugsführer Fuchs sowie Korporal Grau außerhalb der Dienstzeit der Abenteuergruppe an. Diese bestand aus Elicia Solís, Kali Mirona und Detlef D. Wacht sowie dem betreffenden Künstler David Friedhelm, welcher im Lichtenwald ein Gemälde zeichnen wollte. Während der Suche nach einem geeigneten Ort wurden am verlassenen Dorf neben dem Pilgerpfad neu bepflanzte Felder entdeckt.
Fuchs und Grau beschlossen ohne die Gruppe den Weg zu sichern, um mit dem mitgeführten Karren nicht in einen Hinterhalt zu geraten. Tatsächlich waren nahe der Felder zahlreiche Spuren zu finden. Während der Untersuchung wurde der Spähtrupp plötzlich mit Pfeilen beschossen. Auch auf die Gruppe auf der anderen Brückenseite wurde ein Pfeil von nördlicher Richtung aus abgefeuert, der Künstler wurde dabei verwundet. Um den Rückzug der Bürger und des Malers mitsamt Karren zu sichern, beschlossen Fuchs und Grau, die Angreifer aufzuhalten und blieben zurück. Der Wirt D. Wacht stellte sich ebenfalls als Kämpfer zur Verfügung, Solís und Mirona brachten den Verletzten in Sicherheit. Kurz vor dem Aufeinandertreffen konnte Grau bei den südöstlich gelegenen Häusern des Dorfes das Geräusch aufbrechender Erde vernehmen. Die Gruppe vermutete, dass noch weitere Gegner dazugestoßen sein mussten, verschiedene näher kommende Stimmen bestätigten dies. Die Angreifer trugen Kettenrüstung und Kriegswaffen. Namentlich konnte eine “Vanessa” ausgemacht werden, mutmaßlich handelt es sich um eines der Gründungsmitglieder der Wildkerle.
Durch eine Finte versuchte Fuchs der Gruppe eine Fluchtmöglichkeit zu bieten und gleichzeitig die Abreisenden im Karren vor einer Verfolgung zu schützen. Nach einem kurzen Schlagabtausch gelang die Flucht auf die nahegelegenen Hügel vorerst, jedoch fiel der Wirt deutlich zurück und stürzte mehrfach. Trotz aller kämpferischen Bemühungen der Gardisten wurde Herr Wacht bewusstlos geschlagen und von den Banditen als Geisel mitgenommen. Gegen die gerüstete Überzahl mussten Fuchs und Grau den Rückzug fortsetzen, beide trugen Verletzungen davon. Nachdem beide entkommen konnten, spähte Grau die Angreifer aus, um Aufschluss über ihr Versteck zu bekommen. Diese Geisel wurde von den Angreifern mit Verbänden versorgt und anschließend in Richtung des Dorfes gebracht. Bereits während der Flucht wurde ein Hornsignal abgesetzt, jedoch konnten weitere Gardisten vom Außenposten erst nach etwa 30 Minuten hinzustoßen. Wir vermuten, dass es eine Lösegeldforderung für den Wirt geben könnte. In der Zwischenzeit wird die Strafverfolgungsbehörde eingeschaltet, um Einsicht in gesammelte Berichte über die Wildkerle zu bekommen. Zudem wird um persönliche Kontaktaufnahme gebeten. Eine Sitzung mit dem hiesigen Orden wurde eingeleitet, um die Sicherung des Pilgerpfads sowie die Rettung des Bürgers zu besprechen. Der Orden hat Geldmittel zugesagt. Für die Bürgerschaft wird eine Warnung am Schwarzen Brett ausgehängt, den Lichtenwald nicht mehr zu betreten.
Gezeichnet
Fuchs, (Zgf)
Nachtrag
Die Entführer haben folgende Forderungen gestellt, um den Wirt auszulösen:
1. Alle ihre Mitglieder (lebendig)
2. Sieben Pulverwaffen sowie ausreichend Pulver
3. Achzig Gulden
|