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Der Leändische Herold

#21
Der Leändische Herold #21

[Bild: zd0Mqpe.png]

Seyd gegrüsst Bewohner von Athalon, zur einundzwanzigsten Ausgabe des Leändischen Herolds!
Neuigkeiten rund um die Welt und das Zeitgeschehen von Athalon auf einen Blick:

1. Streik im Verlag des Leändischen Herolds beendet
2. Steht uns ein neuer Krieg bevor?
3. Tod des Großherzogs von Silventrum
4. Monströse Verschwörung der Grandes de Patria
5. Mordanschlag auf Prinzessin Luisa
6. Kronprinz von Fallice verschollen
7. Vermehrte Piratenüberfälle auf den Westwind-Inseln
8. Gottkönig auf Staatsbesuch in Ilios
9. Aufruhr in Feste von Rabenfels
10. Leändische Handelskompanie baut Handel mit Sorridia aus
11. Nachruf an Sir Walter Ripel
12. Münzwerfer Wettklub bricht zu neuen Ufern auf
13. Neue Blumenarten in Totonia entdeckt
14. Ihre Kaiserlichen Heeres-Drygorianer erneut Meister der 1. Tasperiner Oberliga
15. Das Seidenembargo löst sich weiterhin nicht auf

Streik im Verlag des Leändischen Herolds beendet

Die Forderungen des Leändischen Herolds und seiner fantastischen Redakteure wurden von allen Lehnsherren der bekannten Welt erfüllt. Die Schulden des neuen Redaktionsgebäudes sowie die großen Druckmaschinen im anliegenden Druckereihaus wurden endlich abbezahlt. Die berichterstatterische Unabhängigkeit des weltweit bekannten Blatts ist damit endlich wieder hergestellt!

Der Leändische Herold kann nun dank seiner großzügigen Spender wieder die Kunde der Nachrichten über die Welt bringen.

Steht uns ein weiterer Krieg bevor?

Leändrien kommt weiterhin nicht zu Ruhe. Nachdem in den letzten Monaten immer wieder die langen Schlangen vor den Rekrutierungsämtern beinahe jeder Nation beobachtet werden konnten, zeigen die militärischen Mächte nun öffentlich ihre Muskeln. Die Tasperiner Marine führte gemeinsam mit dem Heer einige Landungsübungen im Süden Fahlstrads durch. Beinahe anderthalbtausend Soldaten wurden binnen weniger Stunden vor einer großen Zuschauerschar mehrfach auf und von den Schiffen der 7. Offensivflotte mit Standort in Leinburge verlegt. Anschließend machten sich die Soldaten in Führung einer Kavallerieeinheit auf den Weg in die Hauptstadt Kornfalls. Von Linnigh aus sollen sie auf die Grenzfestungen zu Sorridia verlegt werden, um im Ernstfall direkte Unterstützung liefern zu können. Von Seiten der Tasperiner Krone werden diese Truppenbewegungen als offizieller "großer Wachwechsel" deklariert. Jedem alteingesessenen Anwohner war die gestiegene Mannstärke an der Grenze jedoch sogleich offensichtlich.

Doch auch in Sorridia sind weitaus mehr Anzeichen eines drohenden Krieges spürbar, als noch zu Beginn des Jahres. Die Messen in den großen Domen von Montebrillo oder Anadilga sind zunehmend von Predigten kriegerischer Natur geprägt. Der Gottkönig selbst hielt erst vor wenigen Wochen eine Messe vor seinem erweiterten Offiziersstab vor dem Brunnen des Ursprungs. Er erklärte einmal mehr seinen deyngegebenen Anspruch auf das Land; der wahre Gott habe dem Gottkönig einmal mehr den Auftrag zur Herrschaft über die Welt erteilt.
Indes wurden auch seitens Sorridia mehr neu ausgerüstete Soldaten und Paladine der Sorridianischen Kirche an der Grenze zum ewigen Erzfeind Tasperin stationiert. Die Grenzstadt Padarak gleicht mittlerweile einer wahren Festung inmitten des Wyrzgebirges. Besucher ohne Kenntnisse der sorridianischen Sprache werden sogleich an den Toren abgewiesen, alle anderen strikten Kontrollen unterzogen.

Selbst in den benachbarten Nationen ist die Anspannung spürbar. Könige und Fürsten fürchten, ebenso wie Bauern und Städter, dass ein möglicher Krieg auf ganz Leändrien übergreifen könnte. Die Augen der Welt blicken derzeit vor allem gespannt auf Kaiser Cadorian I. dessen Kriegsdruck von Woche zu Woche ansteigt.

Tod des Großherzogs von Silventrum

Mit großem Bestürzen müssen wir den Tod des Großherzogs der Vereinigten Provinzen von Silventrum, Argonius von Silventrum, verkünden. Ein Sprecher des Adelshauses bestätigte, dass der Monarch am vergangenen Lunaestag im hohen Alter von 64 Jahren friedlich eingeschlafen sei. Seine Familie sei in großer Trauer, um den nationaltreuen ehemaligen Flottenadmiral Tasperins.

Argonius von Silventrum hinterlässt seine Ehefrau sowie seine drei Kinder, Hendrik, Elva und Martis. Der 31-jährige Martis von Silventrum wurde von Kaiser Cadorian I. zum nächsten Herrscher Silventrums bestimmt und wird in einer bald abzuhaltenden Zeremonie die Erbfolge seines Vaters antreten. Dieser hatte Silventrum seit der Wiederangliederung an Tasperin 1346 AD von seinem als revolutionären Rädelsführer bekannten Sohn Hendrik übernommen. Seither erlebte Silventrum eine Zeit von Wohlstand und Prosperität. Nur wenige Bürger mussten unter Armut oder Arbeitslosigkeit leiden, während sich Silventrums Einfluss in der Welt mehrte. Die Leändische Handelskompanie stieg unter dem Einfluss des silventrischen Großherzogs zu neuer Macht auf und soll insbesondere ihre Bestrebungen in den Unbekannten Landen ausgebaut haben.

Kaiser Cadorian I. von Tasperin bekundete seine Trauer, um den Verlust seines Vertrauten, Verbündeten und Freundes. Seine Kaiserliche Majestät begründete den Eingriff in die Erbfolge damit, dass Hendrik von Silventrum als verbannter Exilant keinen Anspruch auf den Thron seines Vaters erklären könne. Nachdem dieser eine neue, bevölkerungsnahe Regierungsform in Silventrum einführte, wurde das Land 1344 AD erstmals faktisch unabhängig. Die wirren Versuche dem Adel die Macht zu nehmen und eine Vertreterrepublik zu installieren, wurden durch die Goldenen Glückswagen des Orden des Hl. Marcos jäh beendet. Seitdem hält sich der älteste Sohn des verstorbenen Großherzogs in einem unbekannten Exil auf.

Großherzog Martis von Silventrum gilt als gewiefter Intrigant und Militärführer. Seine ersten Entscheidungen im Amt werden von allen Herrschern Leändriens teils mit Ehrfurcht, teils mit Argwohn, erwartet.

Der Leändische Herold versichert hiermit allen Angehörigen des Verstorbenen sein ausgesprochenes Beileid.


Monströse Verschwörung der Grandes de Patria

Nach der Unabhängigkeit von Sorridia schienen die Nationen Fallice und Patrien im freien Fall. Wirtschaftliche Zersetzung und interne Konflikte, getrieben von Gier und Rachsucht, sorgten für großes Leid in der Zivilbevölkerung. Während Fallice noch immer nach seinem inneren Frieden sucht, gelang es dem patrischen König sein Land zu befrieden und eine beispiellose Welle des Wiederaufbaus zu beginnen. In den letzten Teilen des Herolds war daher niemals von Schreckensnachrichten aus dem Land des feuerroten Tanzes zu hören; (mit Ausnahme des Vertrags von Corastella für den tasperinischen Adel).

Interne Dokumente, die dem Leändischen Herold zugespielt wurden, zeigen nun aber ein gänzlich anderes Bild: Anstelle von Reichtum für alle und einer innigen Verbreitung des Deynismus, sollen mehrere der in Patrien herrschen Grandes gegen die Krone konspiriert haben! Aber nicht nur das: Wesen Skrettjahs haben sich unter sie geschlichen!
Zum Hintergrund: Nach der Unabhängigkeit hat König Carlos Campillo sein Herrschaftsgebiet in neue Grafschaften aufgeteilt und an den zuvor herrschenden Landadel verteilt. Ein jeder landbesitzender Adliger gilt als "Grande de Patria", eines Hochadligen mit der Verantwortung über seinen Grund und Boden. Ihnen obliegt es im Auftrag des Königs Steuern einzutreiben, Recht zu sprechen und die staatliche Armee zu verpflegen.

Eine gemeinsam von Sorridianischer Inquisition, dem Orden des Heiligen Mikael zu Patrien sowie ausgewählten Vertretern des Solaner Ordens angelegte Untersuchung fand nun aber jüngst heraus, dass dämonische Wesen unter den Grandes de Patria aufgefunden wurden. Manchmal hinterließen sie unschuldige Seelen als Kadaver ohne Haut und Innereien, manchmal fraßen sie ihre zurückgelassenen Leichen nahezu gänzlich auf. Die Orden von Sorridianischer und Silvanischer Kirche berichten von unfassbaren Schrecken. In der Riege des Adels wurden mehrere Dutzend heidnische Kreaturen ausfindig gemacht, die sich mithilfe der Dämonen des Mannsweibes unter uns reine Menschenseelen gemischt hatten.

Nur dank der aufklärerischen Arbeit der Diener Deyns, unter Führung des Großmeisters des Orden des Heiligen Mikael zu Patrien - Ihrer Exzellenz Bohemund de Corastella - konnten die ketzerischen Kreaturen aus Patrien vertrieben werden. Der brennende Geruch ihrer verkohlten Leiber ist auch Wochen nach der Aufklärung noch ein Mahnmal ihrer Schandtaten.

Mordanschlag auf Prinzessin Luisa

Auf Prinzessin Luisa Cadoria von Severius, Tochter des Kaisers von Tasperin, wurde ein zweiter grausamer Mordanschlag innerhalb von anderthalb Jahren verübt! Bei einem ihrer vielen Spaziergänge durch die Gassen von Carviel plante die Hochadlige eigentlich die Übergabe von Almosen an die Bedürftigen. Bevor sie jedoch die ersten Stapel Silberlinge im Namen des Herrn Deyn Cador der Wohlfahrt übergeben konnte, wurde einer der ebenso am Ausflug beteiligten Höflinge mit einem Totschläger niedergestreckt. Neben einem krachenden Gewühl, Geschrei und umherlaufenden, verängstigten Bürgern kauerten sich mehrere Obdachlose am Kleid der Kaiserstochter fest. Blanke Panik brach aus. Selbst die Blauen Wächter um Prinzessin Luisa konnten den Tumult kaum unterbinden.

Mehrere Armbrustpfeile sausten durch die Luft. Zwei Hofdiener gingen neben einem der Blauen Wächter zu Boden, bevor ein kurzes Gefecht mit dem Klirren von Schwertern ausbrach. Nur dank dem heldenhaften Einsatz von Freiherr Oldsburg und seinem Schildknappen entging Prinzessin Luisa dem nahenden Tode unversehrt. Mehrere Attentäter wurden an Ort und Stelle von den tasperinischen Soldaten getötet, dennoch konnte bis zu ein halbes Dutzend der Angreifer fliehen.

Nach einer vom Kaiser angeordneten Suche nach den Mördern konnten innerhalb einer Woche vier Verdächtige gefasst werden. Nach einem kurzen Prozess wurden sie alle am Markthügel in Carviel gehängt. Nach den verbliebenen Mittätern wird weiterhin per Steckbrief in ganz Tasperin gesucht.


Kronprinz von Fallice verschollen

Der derzeitige Kronprinz von Fallice - Etienne de Gráncais - gilt als verschollen. Dies berichten mehrere hochrangige Diplomaten des Landes, die namentlich nicht genannt werden möchten. Eine Stellungnahme der amtierenden Königin und Schwester des vermeintlich Vermissten - Ludwill Gráncais I - bleibt zu diesem Thema noch aus.

Informationen der genannten Diplomaten zufolge, befand sich Etiene de Grancais schon seit längerer Zeit nicht mehr in den Grenzen seiner Heimat. Er war - so heißt es - von seiner Schwester nach Übersee, genauer in die Westwind-Inseln gesandt worden, um eine Mission nicht näher erläuterter Herkunft für das Land zu leiten. Die genauen Einzelheiten der Mission bleiben dem Herold indes bislang verborgen.

Sollten sich diese Informationen als wahr erweisen, hätte das nach wie vor von internen Intrigen und andauernden Hungersnöten geplagte Land einen erneuten schweren Rückschlag zu erleiden. Der Kronprinz gilt als weithin sehr beliebt. Fraglich ist, ob sich das gebeutelte Land von einem solchen Schlag erholen könnte. Ferner kann man nur annehmen, dass Fallice und ihrer Königin, jeder Preis recht wäre, um ihn wieder in ihren Reihen zu wissen.

Vermehrte Piratenüberfälle auf den Westwind-Inseln

In den letzten Monaten konnten die meisten großen Nationen Athalons weniger Piratenüberfälle an ihren Küsten verzeichnen. So kann berichtet werden, dass im vergangenen Jahr weniger Kaledoner und Tasperiner Handelsschiffe von den sogenannten Korssöhnen, die unter der Führung des Haldaren Jorn, Sohn des Kors, ihre Segel hissen, überfallen wurden. Ebenfalls berichten Sorridianische und Nostrische Funktionäre, dass die Präsenz der gefürchteten El'Ardientadores unter der Führung des ehemaligen Marineadmirals Sorridias, Paolo Henrique Nastra, an ihren Heimatküsten abgenommen hat. Zuletzt lassen die Sultanate Al'bastras verlauten, dass auch Anhänger der Piratenbande der Asg'har Abrizzah, deren Mitglieder alle durchweg sehr radikale Kirash-Anhänger sind, wohl mittlerweile andere Ufer aufsuchen und die Schatzkammern des Kalifats somit vorerst vor ihnen sicher sind.

Des einen Freud ist jedoch des anderen Leid. Während die alte Welt aufatmen kann, gerät die neue Welt mehr und mehr in den schrecklichen Griff dieser Schurken. So melden beinahe alle Gouverneure der Kolonien in den Westwindinseln, dass die Flaggen aller großen Piratenbanden in ihren Gewässern gesichtet wurden. Noch gibt es keine Erklärung, was dafür gesorgt haben mag, dass sich die großen Banden in der gleichen Region versammeln, obwohl sie dafür gleichzeitig ihr eigenes Territorium vernachlässigen. Doch kann ihre Ankunft nichts Gutes verheißen.

Derzeitig begnügen sich die einzelnen Banden noch mit vereinzelten Überfällen auf ihre Lieblingsziele. So fokussieren die Korssöhne weiterhin vermehrt Handelsschiffe aus Tasperin, während die Asg'har Abbrizah ihre Aktionen lieber gegen ihren größten religiösen Gegner, dem Heiligen Königreich Sorridia und deren Handelsschiffe, richten. Doch ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch die Kolonien selbst, Ziel der Angriffe werden. Funktionäre aus Vladsburg melden, dass noch in letzter Sekunde ein Überfall der gefürchteten Vereinigung der Freibeuter auf die Stadt gestoppt werden konnte, während Funktionäre Cerronas ähnliche in Bezug auf ihre Insel und die El'Ardientadores melden. Es ist nur zu hoffen, dass bald eine Lösung gegen die Plage gefunden werden kann.

Gottkönig auf Staatsbesuch in Ilios

Der sorridianische Gottkönig Juan Aldagro de la Estrada besuchte im Frühjahr 1356 den Plutokraten des Nostrischen Imperiums Vic ibn la Nostras in der nostrischen Hauptstadt Ilios. Im Fokus des Besuches standen der Austausch wertvoller Geschenke sowie der Abschluss mehrerer Abkommen zum wirtschaftlichen Austausch und zur Vereinfachung der gegenseitigen Zölle. Hinter vorgehaltener Hand wurden auch die nostrischen Bemühungen zur Verbreitung der eigenen Sklaven besprochen; ob es hier jedoch zu einer Übereinkunft kam, ist bis heute nicht gesichert.

Auf Seiten der Nostrier wurde eine große Feierlichkeit im Tempel der Efrevfik abgehalten. Der als Patronin der Frauen im Nostrischen Götterpantheon bekannten Göttin wurde von beiden Staatsführern Opfergaben erbracht. Das Gesicht des Gottkönigs wurde während dieses Akts mit einem rotgefärbten Seidentuch verhüllt. Anschließend gingen die Staatsführer durch eine jubelnde Menschenmenge zum Baugrund eines neuen Marktes in Ilios, wo Gottkönig de la Estrada die Ehre der Grundsteinlegung überlassen wurde.

Zum Abschluss gab Plutokrat ibn la Nostras ein ausuferndes Bankett. Im ersten Gang wurden feinste nostrische Oliven und schmackhafter Schafskäse serviert, dazu ließen die Nostrier Rum mit beinahe einhundertjähriger Reife reichen. Zum Hauptgang brachten die Diener echte Oktopus-Tentakeln, die über mehrere Tage in einem Gewürzsud weichgekocht wurden. Neben einer großen Auswahl an Gebäck und Konfekten konnte der Gottkönig in der Nachspeise auch den seltenen Yamas-Kaffee der Nostrier probieren.

Nach einer halben Woche reiste die sorridianische Delegation wieder aus Ilios ab. Begleitet von einer kleinen Armada der Nostrier verließen sie den einzigartigen Hafen von Ilios und kehrten schon wenig später über die Hafenstadt Fortifa nach Montebrillo zurück. Abschriften der geschlossenen Vertragswerke fanden sich kurz darauf in vielen Bibliotheken beider Reiche.

Aufruhr in Feste von Rabenfels

Ein weiterer Aufruhr erschüttert das Tasperiner Heer in der Feste von Rabenfels. Die ohnehin für ihre üppigen Saufgelage und waghalsigen Manöver bekannten Gebirgsjäger unter Hauptmann Zackarek sind nach der letzten Mutprobe ihrer Rekruten um einen weiteren Skandal reicher.

Ein neuer Schub der Militärbeitritte dank den Reformen Kaiser Cadorian I. sorgte jüngst auch bei den Rabenfelser Soldaten für mehr Neulinge in Uniform. Nachdem die Neuzugänge ausgestattet und in die Kasernen eingewiesen waren, nahmen sie sogleich die älteren Soldaten in die Mangel. Neben unzumutbaren Ausbildungsmethoden mussten die Rekruten an einem Saufgelage fernab der Wachstuben, mitten in den Gipfeln des Kaphatgebirges, teilnehmen. Wer sich dem alkoholischen Spaß entziehen wollte, galt als Spielverderber und wurde - ganz nach Tradition - systematisch benachteiligt. Daher traute sich kaum ein Rekrut nicht mit in die Berge aufzusteigen und vom Hochprozentigen zu trinken.
Ein plötzlicher Wetterumschwung führte jedoch zum Aufkommen eines unerwarteten Schneesturms, dem die mittlerweile volltrunkenen Soldaten schutzlos ausgesetzt waren. Zwar sahen sich viele Veteranen in der Verpflichtung ihren jungen Kameraden zu helfen - und so konnten fast alle in Windeseile trotz ihres beschwippsten Geisteszustand gerettet werden - dennoch blieben ein halbes Dutzend Rekruten einsam und verlassen im Gebirge zurück.

Nur dank eines glücklichen Umstandes konnten sich die verbliebenen jungen Soldaten überhaupt retten. Der erst nach zwei Tagen abgeklungene Schneesturm versperrte den Rettungsmannschaften lange den Zugang ins Gebirge. Erst als der letzte Schnee gefallen war, erreichten die Suchtrupps den Ort des Saufgelages. Den ganzen Tag wurde nach den Verlorenen Ausschau gehalten. Ein erster Erfolg konnte erst nach Einbruch der Dunkelheit verzeichnet werden, als das Leuchten von Fackeln in einer Höhle erspäht wurde. Im Inneren fanden sich kurze Zeit später alle sechs Rekruten nahezu unversehrt; lediglich drei Zehen kostete das gefährliche Unterfangen. Hauptmann Zackareks Schreie der Wut sollen anschließend in ganz Rabenfels hörbar gewesen.

Leändische Handelskompanie baut Handel mit Sorridia aus

Die in Silventrum ansässige Leändische Handelskompanie vermeldet den erfolgen Abschluss eines Handelsvertrages mit Sorridia. Die Einzelheiten des Vertrags regeln den Warenaustausch zwischen den Silventrumern und der sorridianischen Kolonie auf Curuba, einem Teil der Westwind-Inseln vor den Unbekannten Landen. Die ohnehin schon seit Jahrzehnten bestehenden Handelsbeziehungen zwischen den beiden Nationen erhalten damit einen neuen Auftrieb.

Während die Sorridianer von größeren Einnahmen und neuen Handelsmöglichkeiten profitieren, werden die Bürger Leändriens bald schon mit exotischen Waren aus Curuba versorgt werden können. Im Detail handelt es sich dabei um eine neuartige Frucht mit dem Namen Banane. Diese gebogenen, gelben und mit einer Schale versehenen Speisen können entweder roh oder in einer der vielfältigen Kochvarianten verspeist werden. Sie sollen anregend für die Verdauung sein und den Knochenbau fördern; obgleich sie einen süßen Geschmack haben. Nur die Schale muss zuerst entfernt werden.
Auch Schildkröteneier und -panzer werden zeitnah auf den Märkten Zweibachs und Steunviks erhältlich sein. Neuartige Suppenrezepte verteilten sich besonders im kulinarisch experimentierfreudigen Steunvik unter allen Hausfrauen und Köchen rasend!

Und für alle wohlhabenden Händler und Adligen ist ebenfalls etwas im neuen Sortiment der Tropen enthalten: Die begehrten Curuba-Fuchspelze sollen besonders weich und farblich anschmiegend sein. Aufgrund ihrer Seltenheit und des langen Transportwegs wird ein einzelner Pelz bereits mit einer dreistellige Guldensumme in den Kaufhäusern gelistet.


Nachruf an Sir Walter Ripel

Wie bereits verschiedene Zeitungen und Nachrichtenblätter in ganz Leändrien berichteten, ist Sir Walter Ripel offiziell verstorben. An der Stelle des Hochmeisters des Solaner Ordens in Zandig folgt fortan Sir Victor Salztbrandt. Sir Ripels Leben war gezeichnet vom Krieg gegen die Häresie sowie die Stärkung des Magiebanns. Als seine letzten großen Amtshandlungen gelten die Vertreibung der Haldaren aus dem Norden der Kurmark sowie der 34. Südleändische Kreuzzug nach Szemää. Sir Ripel galt als charismatischer Anführer und exzellenter Kämpfer. Heute wird ihm regelmäßig mit dem Verzehr eines rohen Eis gedacht.

Mehrere Gerüchte über einen häretischen oder ketzerischen Hintergrund des Todes von Sir Ripel wurden vom Solaner Orden offiziell dementiert. Die Sorridianische Inquisition hat mehrere Reporter mit einem Mundverbot für die Verbreitung des Inhalts der Gerüchte belegt. Mindestens ein Dutzend "Ketzer" wurden in die Kurmark gebracht und intensiven Befragungen unterzogen.

Weitere Berichte über kleinere Aufstände und sogar eine Rangelei vor einer Messe wurden aus Zandig selbst als Unwahrheit abgetan. Augenzeugen sollen jedoch mehrere gewaltsame Ausschreitungen erlebt haben. Ein Beteiligter sagte vor einer der stark zensierten Lokalzeitungen, dass er die harte Hand des Sôlaner Ordens nach dem Tod Ripels selbst mitansehen musste. Manch einer munkelt gar, dass sogar vereinzelt schon Ordensritter an Saltzbrandts Kurs zweifeln.

Nach dem Tod des Hochmeisters galt eine monatelange Staatstrauer, die mittlerweile offiziell als aufgehoben gilt. Sir Saltzbrandt hat indes die Truppenverlegungen an die Grenze zu Haldar bestätigt. Nach der Trauerphase erhielt der Solaner Orden einen großen Zulauf an neuen Rekruten, welche direkt in den Dienst Deyn Cadors zu Ehren von Walter Ripel getreten sind.

Münzwerfer Wettklub bricht zu neuen Ufern auf

In einem kürzlich erschienen Interview mit dem 1. Kämmerer des Wettklubs Sir Archie McRipel gab dieser bekannt, dass es die exzentrischen Mitglieder zum ersten Mal seid ihrer Gründung 1171 AD außerhalb des angestammten Inselreichs ziehen könnte. Genauer sagte Sir McRipel auf die Frage zur Zukunft seines Wettklubs:

"Nun, mate, die Zukunft lässt sich only mit einer good old bet abwägen. Wir Münzwerfer schrecken aber vor not a single Hindernis zurück, am I right? Es könnte durchaus sein, dass wir uns again auf eine really gewagte Wette eingelassen haben. Mit ein bisschen Glück kann the whole wide world bald sehen wer erneut den Gewinn earnen wird. Unter unseren dear members habe ich zumindest schon geshared, was wir vorhaben. Die Welt kann sich maybe denken, dass wir to the new horizons ziehen wollen. Wohin genau steht aber noch nicht so really fest. Manche wollen nach Totonia traveln, weil es dort sehr wylde ist. Andere zieht es eher to the other new world, who knows. Einzig steht fest, dass wir vor keiner Wette wegrunnen. Ihr werdet schon mit your eyes sehen, wohin es geht."

Daraufhin bot McRipel dem Reporter an, dass weitere Fragen diesbezüglich nur nach dem Abschluss einer Wette gestattet seien. Der 1. Kämmerer gab dem Reporter drei Chancen eine Wette zu gewinnen; dieser verlor jedoch leider jede einzelne (und dabei auch sein Haus).

Neue Blumenarten in Totonia entdeckt

Der Sohn des bekannten Pflanzenkundlers Viktor Wünsch, Jorgen Wünsch, hat auf seiner neuesten Expedition in den Norden des unbekannten Kontinents Totonia mehrere neue Blumen- und Baumarten entdeckt. In der von der Tasperiner Krone sowie wohlhabenden Silventrumer Handelsfamilien finanzierten Erkundungsreise konnten die drei Schiffe unter Wünschs Führung nach mehrmonatiger Reise sicher an der Küste Totonias anlanden. Nach einer mehrere Wochen umspannenden Reise erreichten sie die Feuchtregionen südlich der großen Wüste, wo der Pflanzenexperte ganz im Stile seines Vaters die Arbeit aufnehmen konnte.

Jorgen Wünsch und seine Assistenten klassifizierten mehrere neue Baumarten großen Umfangs sowie verschiedenste Fruchtarten. In wissenschaftlicher Manier fertigten sie Zeichnungen der exotischen Früchte und wagten Kostproben vor Ort. Neben einigen Durchfallerkrankungen kam es glücklicherweise zu keinen schlimmeren Vergiftungen, sodass die Wissenschaftler ihre Experimente mit entleertem Mageninhalt fortsetzen konnten. Aus ihrem Kot konnten sogar noch vielerlei der exotischen Samen zurückgewonnen werden, welche bald in den Universitäten der beiden Nationen näher untersucht werden sollen.

Daneben traf die Expeditionsmannschaft noch auf weitere unbekannte Pflanzenarten in Form von Blumen. Die rotblühende Löwentatze wurde nach einer in Totonia lebenden Großkatzenart der Wildnis benannt, während die Rose von Jeorgina dem Propheten Jakobus gewidmet wurde. Eine weitere mit violettem Blütenstock gefundene Pflanze mit übelriechendem Duft taufte die Expedition als Viktualia-Priemel, ganz im Sinne der stets schlechtgelaunten Königin Tasperins.

Ihre Kaiserlichen Heeres-Drygorianer erneut Meister der 1. Tasperiner Oberliga

Den Ihre Kaiserlichen Heeres-Drygorianern gelingt Historisches! Mit ihrem jüngsten Sieg gelang es Ihnen, sich bereits 5 Spieltage vor Ende der Saison zum zehnten Mal in Folge zum Meister der 1. Tasperiner Oberliga zu küren. In einer letztlich sehr einseitigen Partie zeigten die Kaiserlichen Heeres-Drygorianer von Beginn an eine couragierte Leistung. Das Spiel verlief über die gesamte Laufzeit von knapp einer Stunde nur in eine Richtung. Schlussendlich konnte sich das Star-Ensemble der Kaiserlichen Heeres-Drygorianer gegen die Feywellser Flegelschwinger verdient mit 3-0 durchsetzen.

Ihr Mannschaftsführer - Julius Schraubenfrau - zeigte sich nach dem Spiel überglücklich ob der nächsten Trophäe im Pokalschrank und dazu sehr angetan von dem attraktiven Offensiv-Drygorespiel seiner Kaiserlichen Heeres-Drygorianer. Bezogen auf die hohe Verletzungsquote bei Gegnern der Kaiserlichen Heeres-Drygorianer verweist er lediglich auf die intensiven Trainingseinheiten seiner Mannschaft und rät der übrigen Liga selbst härter zu trainieren. Nur als Warnung an die übrige Liga kann seine Aussage interpretiert werden, selbst die nächste Sommerpause für noch intensivere Trainingseinheiten nutzen zu wollen.

Mehr zu den Kaiserlichen Heeres-Drygorianern, der 1. Tasperiner Oberliga und allen weiteren Ligen finden Sie in der neuesten Ausgabe von Drygore-Daily.

Das Seidenembargo löst sich weiterhin nicht auf

Jahrzehnte schon müssen die edlen Herren in Tasperin und den nördlicheren Nationen Leändriens ohne kostbare Seide an ihren hochgeborenen Körpern auskommen. Das vom sorridianischen Gottkönig verhängte Embargo verhindert weiterhin jeglichen Handel über die Grenzen der beiden rivalisierenden Nationen. Schmuggelware erreicht trotzdem regelmäßig den kaiserlichen Hof in Carviel; selbst wenn die Preise in immer exorbitantere Höhen klettern. Die zähen Verhandlungen zur Auflösung des Embargos kamen jüngst erneut zu einem Halt, als der Delegation Tasperins bei einem Geschenkeaustausch ein protokollarischer Fauxpas unterlief. Gerade als die sorridianischen Gesandten ein kleines Bündel rotgefärbten Seidenstoffs an den tasperinischen Verhandlungsführer übergeben wollte, musste dieser aufgrund des herbstlichen Pollenfluges intensiv niesen. Heilkundler stellten später fest, dass Graf von Wulkerben ausgesprochen allergisch auf den Pollenflug der in dieser Grenzregion vorkommenden Birke reagiert.

Während seines Niesanfalls war es jedoch bereits zu spät für diese Erkenntnis. Ein wahrhaftig klebriger Faden flog direkt aus seiner Nase auf das Gastgeschenk! Die empörten Sorridianer liefen erst rot im Gesicht an (passend zu ihren Kleidungsstücken), bevor sie die Verhandlungen aufgrund des Affronts an Ort und Stelle abbrachen.

Die sorridianische Delegation reiste trotz aller Versöhnungsversuche der Tasperiner noch am selben Tag ab. Gerüchten zufolge haben sie ihre Gasthausrechnung als Ausdruck ihren Empörung gar auf den Namen der tasperinischen Gesandten angeschrieben.
[Bild: giphy.gif]

"Nicer Cock, Schussi" - Christian, 06.12.2019
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