I. Charakterhintergrund
Attributspunkte: 250
Fähigkeitenpunkte: 250
➤ Name
Jonathan Tischler
➤ Äußerliche Erscheinung
Geschlecht: Männlich
Alter: 31 Jahre (geboren im Regenmond des Jahres 1337) | Größe: 1,72m (Wert: 0.95) | Gewicht: 73kg
Haarfarbe: Dunkelbraun
Augenfarbe: Blau
Sternzeichen:
Vulpinex
Sonstiges: Tattoo eines schrumpligen grauen Fingers auf dem linken Unterarm
Jonathan ist von durchschnittlicher Größe und Statur, aber recht athletisch. Seine Hände sind etwas rau, seine Haare und sein Bart stets gepflegt. In seiner dienstfreien Zeit trägt er für gewöhnlich eine dunkle Hose, die von einem Ledergürtel da gehalten wird, wo sie bleiben soll und ein weißes Hemd mit blauen Längsstreifen.
Vor allem auf privaten Ausflügen und Gildenaufträgen sieht man ihn aber auch mit einer zweifarbigen Kutte, die in eine dunkelblaue und eine weiße Hälfte unterteilt ist und fast den Eindruck einer Uniform erweckt. Nicht zuletzt durch das Symbol der
Roten Nadeln, welches auf der Brust prangt und sich auch auf einem Barrett wiederfindet, das er im Felde gerne trägt.
➤ Angewohnheiten
Jonathans Steckenpferd ist die Geschichte - gleich ob historische Aufzeichnung, oder Sagen und Legenden. Bisher hatte er damit aber noch nicht viel "Erfolg", da es ihn selten lange an einem Ort hielt. Das Interesse hat er sich aber stets erhalten.
Er ist Genussmensch, raucht gerne mal ein Pfeifchen und schätzt die Musik. Als pflichtbewusster Mensch der seine Berufung ernst nimmt hält er es auch für wichtig sich körperlich zu ertüchtigen, zum Beispiel durch ausgiebiges Wandern und Schwimmen.
Mit unerwarten Ausdrücken von Intimität - wie zum Beispiel Umarmungen und Schulterklopfen - hat er so seine Probleme. Das Geschlecht der Person spielt dabei keine Rolle. Er initiiert solche Gesten von sich aus ebenfalls nur selten, was ihn auch einiges an Überwindung kostet. Dafür sind sie dann aber auch umso ehrlicher gemeint. Einfaches Händeschütteln ist aber durchaus in Ordnung.
Außerdem ist es ihm wichtig, sich an jene zu erinnern, die in seinen Händen gestorben sind. Er sammelt zu diesem Zweck von den Verstorbenen wannimmer möglich ein kleines Andenken ein und verwahrt es. Knöpfe, Münzen, Stücke von Stoff, sogar ausgefallene Zähne und Knochensplitter helfen dabei, die Erinnerung an jemanden zu bewahren, damit dessen Leid nicht vollends vergeben war.
➤ Weltanschauung
Jonathan ist ein allgemein ruhiger Mensch. Er drückt sich für gewöhnlich seltsam gewählt aus und hebt seine Stimme nur, wenn es notwendig erscheint. Die Jahre auf den Schlachtfeldern (ob groß, oder klein) hatten großen Einfluss auf seine Denkweise. Er geht recht pragmatisch an Dinge heran und neigt nicht dazu Menschen vorschnell zu verurteilen. Erst wird behandelt, dann der Sachverhalt geklärt.
Menschliches Leid gehört, so tragisch es auch ist, für ihn zur Welt dazu. Aber man muss sich nicht damit abfinden. Jeder Mann, jede Frau, jedes Kind kann etwas dazu beitragen, die Welt ein wenig schöner zu machen und eben das ist seiner Meinung nach eine sehr erstrebenswerte Sache.
Die Welt ist groß und voller Wunder. Jeder Tag ist eine neue Gelegenheit und er findet, dass man seinen Geist stets offen halten sollte für Neues. Würde man vor allem Fremden die Augen verschließen und sich die Finger in die Ohren stecken, hätte die Menschheit nie Fortschritte in den Wissenschaften gemacht.
Auch wenn Jonathan als fahrender Feldscher viel erlebt hat und deshalb recht abgestumpft ist, was Gewalt angeht, verachtet er willkürliche Grausamkeit. Grausamkeit ist ein Werkzeug, ein Mittel zum Zweck. Wenn ein Mensch leiden muss, damit viele verschont werden, dann muss das leider sein. Ohne Sinn dahinter ist es einfach nur Sadismus, der in der Welt nichts verloren hat. Aus dem selben Grund vermeidet er es auch jemanden Schmerzen zuzufügen, wenn es nicht sein muss. Sportarten wie Drygore sind für ihn deshalb eher als Zuschauer interessant.
➤ Ängste und Phobien
Jonathan fürchtet sich vor der Tiefsee. Für ihn ist sie eine Ort ohne Licht - eine fremde, kalte und trostlose Welt in der Dinge lauern können, die man sich nicht einmal vorstellen kann. Ein Ort, an dem der Mensch nichts bewirken kann.
Außerdem ist es ihm peinlich, wenn er aus irgendwelchen Umständen in seinen Heimatdialekt verfällt. Er fühlt sich dabei einfältig und dumm, was auch der Grund für seine gewählte Ausdrucksweise ist. Er versucht damit zu verbergen, dass er eigentlich nicht sehr gebildet ist, denn das ist ihm in der Gesellschaft von Forschern, Hauptmännern und Geistlichen sehr peinlich. Fachbegriffe versucht er zwar zu nutzen, kennt aber meist nur solche die mit seinem Fachgebiet zu tun haben. Die meisten anderen fallen ihm schwer.
Wären die Dinge früher etwas anders gelaufen wäre Jonathan heute vermutlich ein gänzlich anderer Mann, der Spaß an den einfachen Dingen hätte, gerne in der Taverne einen über den Durst trinkt und aus vollem Halse mit seinen Freunden Lieder grölt. Er würde auf einem Acker stehen und die Hacke schwingen und sich nicht um die großen Fragen scheren. Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Welche Wunder hat die Welt zu bieten und wie kann ich sie zu Gesicht bekommen? Über ein solches Leben für sich selbst nur nachzudenken erfüllt ihn mit großer Angst. Es fühlt sich für ihn an als hätte er eine Bestimmung, einen Traum, der mit diesem Leben sterben würde. Auch wenn er selbst nicht weiß, an was er sich eigentlich klammert.
II. Charaktergeschichte
➤ Wo wurde der Charakter geboren?
Nationalität: Kaiserliche Monarchie Tasperin
Geburtsort: Linnigh
➤ Wer sind die Eltern und Verwandte deines Charakters, sind sie noch am Leben?
Jonathans Eltern leben nach wie vor in Linnigh. Oswald und Hanna Tischler besitzen einen kleinen Schreinerbetrieb, mit dem sie sich ihren Lebensunterhalt verdienen. Seine etwa gleich alten Geschwister - Friedrich und Margret - haben sich dem Glauben verschrieben. Friedrich ist dem Orden der sprießenden Gerste beigetreten, Margret dem Orden des brodelnden Kolbens. Alle hätten es begrüßt, wenn auch Jonathan einem Orden beigetreten wäre, doch die Familie hat letzten Endes eingesehen, dass der Junge nicht dazu bestimmt ist für immer an einem Ort zu verweilen. Seine Geschwister waren es auch, die mit der im Orden erlangten Bildung bei den Heimtbesuchen in Jonathan (unbeabsichtigt) das Verlangen weckten, seinem ländlichen Millieu zu entfliehen. Er wollte nicht mehr in einer Werkstatt, oder auf einem Hof enden und tagein tagaus das selbe tun.
➤ Was hat dein Charakter gemacht, bevor er nach Neu Corethon kam?
Auf dem Festland verdingte sich Jonathan als fahrender Söldner. Von seinem Heimatort Linnigh aus bereiste er ganz Tasperin und bot seine Dienste als Feldscher jedem an, der bezahlen konnte, oder es nötig hatte. Ein notleidender Mensch verdient Versorgung, aber auch ein Humanist muss von etwas leben.
➤ Warum hat der Charakter sein gewohntes Leben hinter sich gelassen?
Neu Corethon ist nur ein weiterer Halt auf der langen Reise. Wo er jemandem hilft ist eigentlich egal, solange er es nur tut. Außerdem ist auch der Ruf nach Westen durchaus verlockend. Wer weiß, was es alles in den Unbekannten Landen zu sehen gibt?
➤ Was hat dein Charakter in seiner Heimat zurückgelassen?
Etliche mal mehr, mal weniger intensive Bekanntschaften. Niemand, den man wirklich Freund nennen könnte. Seinen Besitz trägt er stets mit sich.
➤ Was möchte dein Charakter erreichen, welches Ziel hat er?
Er möchte weiter so gut es eben geht seinen Teil dazu beitragen, dass die leidgeplagte Welt ein bisschen besser wird. Man kann nicht alles und jeden retten, aber man kann wenigstens tun, was in seiner Macht steht.
Außerdem lockt ihn auch der Ruf der Unbekannten Lande mit all ihren unentdeckten Sehenswürdigkeiten.