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Zusammenfassung Justiz ausgedribbelt (#136)

#1
Shield 
Disclaimer:
Um euch das Lesen nicht unnötig zu schwer zu machen verzichte ich auf das kaledonische Denglisch. 



Bericht an die Tasperiner Strafverfolgungsbehörde

09. Regenmond 1366

Also das war so. Kali und ich sind erstmal zu Herrn Bittner von der Gilde der Kartographen gegangen. Wir haben ihn erstmal gefragt, ob er irgendwas über diese "Wildkerle" sagen kann. Konnte er nicht, also sind wir zur Wache gegangen. Der Kerl an der Zugbrücke, konnte uns aber auch nichts sagen. Glaube der hieß Wolfram. Der wusste nicht mal was von der Strafverfolgungsbehörde, hat uns aber gesagt dass Leutnant Lundi in der Offiziersschule vielleicht was sagen kann. War nicht weit, also sind wir gleich zu dem gegangen.

Da ist uns auch schon jemand aufgefallen, der uns irgendwie nicht ganz geheuer war. Hat vor der Offiziersschule rumgelungert und war ein Arsch. Der hieß "von Edelberg". Der Leutnant hat gemeint der wäre irgendwann aufgekreuzt, nachdem die Wildkerle den Außenposten der Wache im Norden angegriffen hatten. Ich greif jetzt etwas voraus, aber wir hatten Recht mit unserem Gefühl was den Kerl angeht. Ein paar Tage später haben wir nämlich bei Stadtverwalter Brutus Walter mal nachgefragt, ob der Kerl wirklich bei der Stadt arbeitet. Das tut er tatsächlich, aber der alte Walter hat auch gesagt dass der mal bei der Silberlegion war und wohl Probleme mit dem Staat hat. Später haben wir dann von Soldat Michael Hildebrandt noch erfahren, dass dieser Edelberg öfter mal auf dem Pilgerpfad unterwegs ist, obwohl er alles andere als religiös ist. Aber zu Hildebrandt komm ich noch. Unterm Strich glauben wir, dass dieser "von Edelberg" für die Wildkerle in der Stadt spioniert. Deshalb hat er auch bestimmt vor der Offiziersschule rumgelungert. Vielleicht hat er auch versucht seinen beiden Freunden im Knast zu helfen auszubrechen. 

Naja, mindestens einer von denen ist jetzt tot. Der ist tatsächlich ausgebrochen ein paar Tage nachdem wir bei Lundi waren und vor meinen Augen von nem Dach gefallen und verreckt. Wir wissen dass es einen gab der Feder hieß und einen Wisel. Wer von beiden sich da das Genick gebrochen hat weiß ich nicht. Ob der andere noch im Knast hockt weiß ich auch nicht.

Naja, zurück zu Lundi. Der hat uns erstmal gesagt was die Wildkerle so alles treiben. Die bescheissen wohl bei den Steuern, machen in Vladsburg immer wieder Ärger und handeln mit Zeug das nicht erlaubt ist. Inzwischen haben die sich wohl auf den Inseln hier draussen ausgebreitet und sind sehr schwer bewaffnet. Der Leutnant schätzt, dass es mehrere Dutzend sein könnten hier auf der Insel. Da hat er vermutlich auch Recht. Die haben wie schon gesagt mal den Außenposten hier auf der Insel angegriffen, konnten aber zurückgeschlagen werden und sind dann verschwunden. Wahrscheinlich wären sie irgendwo im Lichtenwald, oder bei den Bororo, sagt Lundi. Deshalb haben Kali und ich uns gedacht, dass wir mal den Außenposten besuchen und fragen sollten, ob die da vielleicht mehr wissen. Da sind wir dann auch vor ein paar Tagen hin.

Auf dem Weg da hin haben wir dann eine Ermittlerin im Auftrag der Tasperiner Strafverfolgungsbehörde getroffen. Die hieß Franziska Order. Die konnte sich auch ausweisen und schien mir auch nicht so, als würde sie uns bescheissen, also haben wir sie mal soweit aufgeklärt wie weit wir sind. Von ihr haben wir erfahren, dass die Wildkerle wohl mal als Drygore-Mannschaft angefangen haben, die irgendwie auf die schiefe Bahn geraten ist. Wir haben ihr dann von diesem Edelberg erzählt und sie meinte während wir zum Außenposten gehen versucht sie mehr über ihn rauszukriegen. Also sind wir dann weitergezogen.

Am Außenposten sind wir dann von den Soldaten Schildknecht und Hildebrandt empfangen worden. Schienen mir stabile Jungs zu sein, aber ich fands schon komisch dass so ein großer Außenposten von nur zwei armen Schweinen besetzt wird. Wir sind jedenfalls mit den beiden in ihre Unterkunft gegangen und haben uns mit ihnen unterhalten. Es schien erstmal, als wüssten die nichts was uns weiterhelfen würde. Zumindest für Schildknecht stimmt das wohl auch; der hat wohl echt keine Ahnung. Hildebrandt war aber irgendwie angespannt. Kali hat dann etwas nachgebohrt und darauf hat der Schildknecht unter nem Vorwand weggeschickt. Dann hat er uns alles ausgepackt.

Ich wusste ja, dass Kali eine scharfe Zunge hat, aber wie sie den dann zerlegt hat war schon hart. Naja, ich hab dann etwas versöhnlichere Töne angeschlagen und ich glaub dieses Zusammenspiel hat dann gut funktioniert. Es hat sich rausgestellt, dass die Wildkerle nach dem ersten Angriff nochmal gekommen sind. Hildebrandt meint, außer dass der Außenposten in der Zwischenzeit ausgebaut worden wäre, hätte man sich nicht weiter um sie gekümmert und so waren sie eben nur zu zweit und damit ziemlich aufgeschmissen. Die Wildkerle hätten ihm dann ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte. Die lassen den Außenposten in Ruhe und im Gegenzug halten die da die Füße still. Tja, also da hat Hildebrandt schweren Herzens den Deal genommen, denn die hatten ihnen auch Folter angedroht. Aber als wir ihm gesagt haben, dass wir ihm vielleicht helfen können hat er dann ohne groß zu Zögern wirklich alles gesagt was er weiß.

Fangen wir mal damit an, wieviele es sind. Vermutlich sinds tatsächlich mehrere Dutzend, könnten so um die 50 sein und einige davon hocken wohl in den Überresten des Dorfes beim Aenyna-Schrein. Da könnte er sie auch treffen, wenn er mit ihnen reden müsse, auch wenn er sagt dass er da noch nie wen gesehen hat. Die überfallen wohl Leute auf dem Pilgerpfad und handeln mit Piraten. Hildebrandt konnte mir die Flagge eines Schiffs beschreiben, dass er mal in der Nähe hat anlegen sehen. Ein Totenschädel mit zwei gekreuzten Säbeln. Das sollte die Vereinigung der Freibeuter sein. Außerdem konnte Hildebrandt uns auch jemanden beschreiben, der bei den Wildkerlen vermutlich was zu sagen hat. Er hat mit einer "Vanessa" verhandelt. Die soll jung sein, braune Haare haben und etwas größer als Kali sein. Auf dem rechten Arm hat sie zwei gekreuzte Schlagstöcke tattoowiert. Könnten Drygore-Schläger sein. Was den Rest von der Truppe angeht meint er, da wäre alles dabei. Junge, Alte, Frauen, Männer. Und immer wenn er mal jemanden von denen zu Gesicht kriegt sind die irgendwie immer schmutzig. Mit Erde und Schlamm verdreckt. Deshalb gehen wir davon aus, dass die irgendwo in einer Höhle unter der Erde hocken. Hildebrandt hat uns auch gesagt, dass Edelberg auf seinem Weg über den Pilgerpfad auch am Außenposten immer mal wieder vorbeikommt. Mehr wusste er nicht, also sind wir dann gegangen und haben Schildknecht auf Wunsch von Hildebrandt nichts von all dem gesagt. Ist vermutlich auch besser so, damit die sich weiter natürlich verhalten können und die Wildkerle keinen Verdacht schöpfen.

Wir haben uns dann wieder mit Ermittlerin Order getroffen und sie auf den neuesten Stand gebracht. Sie hatte in der Zwischenzeit auch mehr über Edelberg rausgekriegt. Stellt sich raus, dass der Arsch Dreck am Stecken hat, seine Straftaten aber durch die Jahre in der Silberlegion verjährt sind. Er gilt als ruchlos und hat auch Kontakt zu verschiedenen Untergrundorganisationen. Auch das passt alles ganz gut zu dem was wir über ihn schon wissen. Wegen dem was Hildebrandt gesagt hat gehen wir auch davon aus, dass er nicht nur spioniert, sondern auch ein Auge auf den Außenposten hat, ob die sich da an den Deal halten.

Die Ermittlerin wird ihn festnehmen lassen, aber ob er auch ein hohes Tier bei den Wildkerlen ist wissen wir bisher nicht. Ich würd mal nicht davon ausgehen. Einen anderen Verdächtigen konnten wir ihr erstmal nicht liefern. Sicher, wir hätten auf den Pilgerpfad gehen können und uns "überfallen" lassen, aber ob wir dann auch da wieder rausgekommen wären, wär halt nicht sicher gewesen. Auch wenn ich bestimmt 3, oder 5 von denen hätte umhauen können, sind 50 dann sogar für mich ein paar zuviele. Wir hätten auch Edelberg folgen können wenn er seinen nächsten Rundgang macht, aber Kali meint ich wär nicht so gut mit heimlich sein und allein wollt ich sie nicht gehen lassen. Also haben wir es erstmal dabei belassen.

Zum Schluss will ich noch sagen:
Ja, Hildebrandt hat Mist gebaut. Aber seid nicht so streng mit dem armen Schwein. Was hätte er denn machen sollen? Hätte er den Deal nicht gemacht, dann hätten die Wildkerle jetzt auch den Außenposten und die beiden wären tot. Und er hat ja auch sofort ausgepackt, als er eine Möglichkeit gesehen hat zu helfen und die Ärsche loszuwerden. Ihr habt da einen feinen Kerl, der halt Pech hatte und wenn er ne Möglichkeit gehabt hätte das Ganze zu verhindern, hätte er es bestimmt gemacht. Da hab ich keinen Zweifel.

Gezeichnet;
Liam MacNeill
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